Bayerischer Immobilienkongress 2016

14. Juli 2016, Alte Kongresshalle, München

Metropolen neu denken

350 Gäste am 6. Bayerischen Immobilienkongress

Globale Megatrends, steigende Immobilieninvestments, Auswirkungen des Brexits und mangelndes Wohnungsangebot – Themen, die den bayerischen Immobilienmarkt beeinflusst haben. Gemeinsam mit Deloitte organisierte der BFW Bayern den Bayerischen Immobilienkongress unter dem Motto Metropolen neu denken. Zu Gast war Frau Dr. Beate Merk, bayerische Staatsministerin für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen. Der Teilnehmerkreis, bestehend aus Entscheidern der privaten Immobilienwirtschaft sowie Vertretern aus Politik und Verwaltung, folgte am 14. Juli 2016 der Einladung in die Alte Kongresshalle in München.

Einhellige Meinung der Referenten und Teilnehmer war es, dass man über den eigenen Tellerrand hinausblicken muss. Metropolen können neu gedacht werden, indem man Beispiele anderer Metropolen in den Blick nimmt und erfolgreich funktionierende Strukturen übernimmt. Am Kongress wurden eine Vielzahl von Projekt- und Quartiersentwicklern angesprochen. Immer wieder waren öffentliche Räume das zentrale Thema. Heutzutage möchten die Akteure, dass sich Innenstädte und Quartierszentren wieder zu lebendigen Plätzen entwickeln, die mit dem Konflikt zwischen Digitalisierung und Entschleunigung umgehen können. Öffentliche Räume brauchen Sicherheit, Identität, Erschließung und Mobilität. Hierbei soll das Verhältnis von Gewerbe und Stadt immer neu überdacht werden. Die Gewerbeentwicklung – hierzu zählen High-Tech Unternehmen, wissensintensive Dienstleister, Nahversorgung und lokales Handwerk – ist ein wesentlicher Motor der Stadtentwicklung.

Die Politik antwortet seit langem auf vielerlei Fragen mit Maßnahmen wie Mietpreisbremsen, Verschärfungen von Neubaustandards, steigenden Anforderungen im Brand-, Schall-, und Klimaschutz sowie übertriebenen Verwaltungsvorschriften. Sind aber zu viele Regulierungen nicht doch kontraproduktiv und für die Frage nach der Steigerung der Qualität von Quartieren mehr als fraglich? „Heute wird gebaut, was gerichtsfest ist und nicht was nutzerfreundlich bzw. schön ist“, so Präsident Andreas Eisele. Der Präsident empfiehlt, die Rahmenbedingungen an die jeweilige zeitliche und räumliche Umgebung anzupassen.