„Verschlanken, digitalisieren, vertrauen: Mehr Sicherheit durch reformiertes Wohngeld!“

Berlin, 20. März 2020. „Einkommensverluste als Folge der Corona-Krise
dürfen nicht dazu führen, dass Mieter die Wohnkosten nicht mehr aufbringen
können. Deshalb sollten betroffene Mieter schneller und unbürokratisch
Wohngeld erhalten. Das gilt auch für die Gewährung eines
Lastenzuschusses für Selbstnutzer, die in finanzielle Not geraten sind.
Was wir jetzt brauchen, ist eine Reform des Wohngeld-Antrags unter
dem Dreiklang „Verschlanken – digitalisieren – vertrauen“! So können
wir ein Stück Sicherheit in unsicheren Zeiten schaffen“, sagte Andreas
Ibel, Präsident des BFW Bundesverbandes, heute in Berlin.

Verschlanken und digitalisieren

„Hierzu braucht es keine neuen, sondern die Stärkung und Anpassung von
bewährten, zielgenauen Instrumenten“, so Ibel weiter. Der BFW-Präsident
verwies darauf, dass in der Vergangenheit nur ein kleiner Teil der
Wohngeld-Berechtigten einen Antrag gestellt hat. „Vielen Menschen mit
geringem Einkommen oder vorübergehenden Einkommensverlusten ist
gar nicht bewusst, dass sie Anspruch auf einen Miet-Zuschuss haben. Das
Wohngeld hatte schon immer ein Bekanntheitsproblem. Das muss jetzt
mit großer Entschlossenheit beseitigt werden. Zudem muss es jetzt darum
gehen, die Zugangshürden zu senken. Der Antrag darf bei akutem
Hilfsbedarf nicht zum langwierigen Behördenlauf ins Bürgeramt, sondern
muss verschlankt und digitalisiert werden.“

„Vertrauen“ – erst zahlen, dann prüfen

Ibel weiter: „Was wir zudem brauchen, ist eine Umkehr der Beweislast
beim Wohngeld-Antrag. Menschen, die Einkommensverluste erleiden,
müssen rasch und unbürokratisch einen Vorschuss ausgezahlt bekommen.
Die Vermögensprüfung kann dann in einem zweiten Schritt erfolgen!“

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